Naturpark Dübener Heide und Elbe Naturschutzgebiet
Fotos von Naturlandschaften und Tieren mit Steckbriefen

 Wo sieht man die Tiere des Naturparks Dübener Heide und an der Elbe?

In der Dübener Heide wurden eine Vielzahl von Beobachtungsplätzen eingerichtet an denen sich Wildtiere beobachten lassen. Sie gehören zu den beliebtesten Zielen für Reisende im Naturpark. An der Elbe finden sich Wildtiere vor allem Abseits von öffentlichen Wegen oder dem Elberadweg.

Elbe - Wildgänse

Wildgänse auf den Elbwiesen bei Pretzsch

· Wildgänse: Ab Mitte Herbst bis zum Frühling lassen sich die Tiere an Futterstellen bei Pressel und Wöllnau betrachten.  Auch im Bereich der Elbe lassen sich die Tiere blicken.

· Kraniche: Im Herbst lassen sich Kraniche auf Besucherplattformen im Presseler Heidewald und an Futterstellen bei Wöllnau beobachten.

· Wild: Ganzjährig am Torfhaus zwischen Bad Düben und Torgau lassen sich hervorragend Schwarzwild, Rotwild und Rehe beobachten.  An der Elbe lassen sich auch Damwild mit viel Glück beobachten.

Damwild

Damwild

· Fischadler: Im Frühling bis Sommer können diese Vögel im Umweltbundeszentrum "Haus am See" in Schlaitz beobachtet werden. Dabei wurde eine Kamera am Horst angebracht. Das Videomaterial wird im Umweltbundeszentrum zur Verfügung gestellt.

· Biber: Das Wappentier des "Naturpark Dübener Heide" lässt sich am besten zwischen Frühling und Anfang Herbst an der B2 in Eisenhammer beobachten. Im Ort hat der Biber am Bach einen persönlichen Lebensraum gestaltet. Für Besucher wurde auch hier eine Plattform zur Beobachtung eingerichtet.

 

Tiersteckbriefe

Europäischer Igel

Der Igel ist in den meisten Teilen Europas verbreitet, lediglich in Richtung Nordeuropa ist er nur in einigen Gebieten zu finden. Er besitzt ein Stachelkleid mit ca. 16 000 Stacheln und hellen Spitzen. In Laub- & Mischwäldern fühlt er sich wohl, ebenso findet man dieses Tier auch in Parks und Gärten in Siedlungsgebieten. In Siedlungsgebieten ziehen ihn oft Futterstellen von Haustieren an, erweist sich aber als nützlich gegen Massenverbreitung von Nacktschnecken. Sein Geruchssinn ist sein wichtigste Orientierungsmöglichkeit. Igel werfen bis zu 2-mal im Jahr 3-8 Jungen und halten einen Winterschlaf.

Rotfuchs

Rotfüchse sind im gesamten Europäischen Raum anzutreffen. Ihre Fellfarbe variert von gelbrot bis rotbraun, an der Unterseite von weiß bis hellgrau. Füchse ziehen ihre Jungen in selbst gegrabenen Erdbauten groß, gelegentlich werden aber auch verlassene Dachsbauten verwendet. Der Fuchs ist ein Allesfresser und ernährt sich von Mäusen, Aas, Beeren, Kleinsäugern, Insekten und Vögeln. Leider gilt der Fuchs als Hauptüberträger für Bandwürmer und Tollwut. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist er auch in Städten anzutreffen und zeigt sich oft Nachts und in Dämmerungszeiten. Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben die Tiere als Einzelgänger.

Rotfuchs

Rotfuchs

Feldhase

Feldhasen erkennt man leicht an Ihren bis zu 15cm langen Ohren mit schwarzer Spitze. Nur in Skandinavien ist dieser Hase in Europa nicht anzutreffen. Feldhasen waren in ihrer ursprünglichen Herkunft Steppenbewohner, sind aber nun in allen Landlebensräumen anzutreffen. Feldhasen gelten als Nacht- und Dämmerungsaktiv und ernähren sich gerne von Gräsern, Zweigen, Rinden, Kräutern und verschiedenen anderer Pflanzen. Feldhasen können schwimmen und in Fluchtsituationen erstaunliche Kletterfähigkeiten vorweisen oder erstarren regungslos. In der Paarungszeit liefern sich Männliche Feldhasen Boxkämpfe, erstaunlich ist das der weibliche Feldhase kurz vor der Geburt ihrer bis zu 5 Jungen bereits dazu in der Lage ist wieder befruchtet werden zu können.

Wildtierbau mit Kot Spuren

Wildtierbau mit Kot Spuren in der Dübener Heide

Dachs

Dachse können in Vorbereitung auf den Winter bis zu 25 Kg schwer werden und sind in vielen Teilen Europas verbreitet. Ihr Hauptaugenmerk sind die schwarz-weißen Streifen  am Kopf. Sie finden sich in so gut wie allen Lebensräumen, auch Siedlungen und in Gebirgen bis ca. 2 Kilometer Höhe. Dachse graben Erdlöcher mit einer Art Tunnelsystem. Zur Reviermarkierung setzen Dachse ihren Kot in ihre beanspruchten Erdlöcher ab. Gelegentlich dulden die Tiere gemeinsame Untermieter in ihren Bauten mit Füchsen. Je Wurf können Dachse bis zu 6 Jungtiere zur Welt bringen. In ihrer Ernährung sind Dachse kaum wählerisch und essen so ziemlich alles was ihnen vor die Nase läuft u.a. Kleinsäuger, Würmer, Beeren, Schnecken und Nüsse.

Dachs

Dachs

Eichhörnchen

Eichhörnchen wiegen zwischen 200 und 400 Gramm und sind unverwechselbar an ihrem rot- bis braun über fast schwarzen Fellkleid erkennbar. Die Fellfarbe kann je nach Jahreszeit variieren und ist im Sommer deutlich heller. Eichhörnchen sind in ganz Europa anzutreffen und leben außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger. Auf Bäumen bauen Eichhörnchen  Neste die man als "Kobel" bezeichnet. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf sammeln aber im Herbst Vorräte. Nüsse legen Sie dabei in der nähe von Baumwurzeln ab welche sie durch ihren Geruchssinn wiederfinden.

Eichhörnchen

Eichhörnchen

   

Wildschwein

Wildschweine haben ein schwarz- bis graubraunes borstiges Fell und haben am Unterkiefer auffällige Eckzähne. Die Tiere sind in vielen Lebensräumen verbreitet, leben  aber bevorzugt in Laub- und Mischwälder. Die Tag- und Nachtaktiven Schweine sind Allesfresser und leben in Rotten mit bis zu 50 Tieren und werden vom weiblichen ältesten Wildschwein geleitet. Werden Männliche Tiere zu alt werden Sie in der Rotte nicht mehr geduldet und leben als Einzelgänger, das geschieht schon ab dem 1,5 Lebensjahr. In vielen Gebieten gibt es eine sehr hohe Population dieser Tiere die Schneearmen Wintern, zu geringer Bejagung und Nahrungsüberangebot durch Maisanbau auf Feldern geschuldet ist. Auch in Städten durchwühlen die Tiere Abfälle. Wildschweine haben ein Gewicht zwischen 50 und 350 Kg und eine Schulterhöhe bis zu 115 cm.
 

Wildschwein

Wildschwein